Balkon

Balkon

Ein Balkon wertet eine Mietwohnung auf. Demzufolge kann die Balkonfläche auch anteilig als Wohnfläche angerechnet werden. Der Mieter darf den Balkon dafür nach eigenem Ermessen nutzen.

Mietwohnungen mit Balkon sind üblicherweise teurer als solche ohne Freisitz. Zum einen sind sie bei Mietern sehr beliebt, zum anderen kann der Vermieter die Fläche eines Balkons oder einer Terrasse auch anteilig als Wohnfläche anrechnen.

Balkon: Fläche bis zu 50 Prozent als Wohnfläche anrechenbar

Ein Balkon kann zu 25 bis 50 Prozent anteilig zur Wohnfläche hinzugerechnet werden. Wie hoch der Anteil genau sein darf, ist höchstrichterlich nicht abschließend geklärt. Der Bundesgerichtshof (BGH) meint hierzu: Es kommt vor allem auf die ortsüblichen Gegebenheiten an (Az.: VIII ZR 86/08). In einer Stadt, in der 25 Prozent üblich sind, darf der Vermieter ohne ausdrückliche Vereinbarung im Mietvertrag auch nur ein Viertel anrechnen, in Orten, in denen 50 Prozent gängig sind, können unter Umständen auch ohne ausdrückliche Vereinbarung 50 Prozent angerechnet werden. Zudem kommt es auf die Qualität des Balkons an: Die Wohnflächenverordnung sieht zwar als Regelfall eine Anrechnungsquote von 25 Prozent vor, lässt bei Ortsüblichkeit und hoher Qualität aber auch 50 Prozent zu. Da es keine eindeutigen Regeln gibt, ist es für den Vermieter ratsam, bereits im Mietvertrag die Anrechnungsquote zu nennen.

Dafür, dass der Mieter den Balkon mitzahlt, darf er ihn natürlich auch nach eigenem Ermessen so wie den Rest seiner Wohnung nutzen. Das bedeutet: Es ist nicht zulässig, Nachbarn durch Ruhestörung zu belästigen, oder die Bausubstanz zu beschädigen. Wie oft der Mieter den Balkon benutzt und welche Pflanzen er dort hinstellt, bleibt dagegen ihm überlassen.

13. Mai 2016 / von / in

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