Ablösung/Abstandszahlung

Ablösung/Abstandszahlung

Bei einem Mieterwechsel können sich Vormieter und Nachmieter darauf einigen, dass ersterer bestimmte Gegenstände in der Wohnung lässt und dafür eine Ablösung erhält.

Bei einem Mieterwechsel können sich Vormieter und Nachmieter darauf einigen, dass ersterer bestimmte Gegenstände wie eine Einbauküche in der Wohnung lässt und vom Nachmieter dafür eine Ablöse erhält. Die Höhe der Ablösung darf allerdings nicht in einem auffälligen Missverhältnis zum Wert der Gegenstände stehen. Sprich: Sie muss angemessen sein. Unangemessen hoch ist nach gängiger Rechtsprechung eine Ablösesumme, die mehr als 50 Prozent über dem Wert der abgelösten Gegenstände liegt. Ab dieser Grenze spricht man von Wucher.

Entscheidend ist nach Auffassung des Oberlandesgerichts Köln allerdings nicht der Preis, der eventuell für die gebrauchten Einzelteile auf dem freien Markt zu erzielen ist, sondern der Wert im eingebauten Zustand (Az.: 19 U 43/00). Ähnlich sieht das auch das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az.: VIII ZR 212/96): Der Gebrauchswert sei nicht der niedrige Preis, der durch Verkauf zu erzielen wäre, sondern der Wert der Gegenstände in der Wohnung.

13. Mai 2016 / von / in

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